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Das Kollegium

am GyD im Schuljahr 2019/20

Latein

Der Nachweis einer zweiten Fremdsprache ist in unserem Bildungssystem eine Bedingung für die allgemeine Hochschulreife. Mit Latein und Französisch bietet das Gymnasium Delbrück ab der 6. Klasse zwei Wege zum Erwerb einer zweiten Fremdsprache (zusätzlich zu Englisch) an.
 
Latein ist im Gegensatz zu den modernen Fremdsprachen Englisch oder Französisch eine Korpussprache, das heißt, wir untersuchen im Lateinunterricht eine Sprache, die sich nicht mehr verändert, und deren Texte einen im Wesentlichen abgeschlossenen Bestand bilden.
Unser Augenmerk liegt nicht wie in den modernen Fremdsprachen auf Kommunikation in der Sprache, sondern auf Kommunikation über die Sprache. Unser Ziel ist es, zu verstehen wie Sprache – die lateinische aber darüber hinaus Sprache überhaupt – funktioniert.
 
Dabei verfolgen wir drei Anliegen:
1.  Das Analysieren von sprachlichen Äußerungen
2.  Die inhaltliche Auseinandersetzung mit einer uns in vielen Dingen fremden gesellschaftlichen Realität
3.  Das Einüben einer selbstgesteuerten, aktiven Arbeitshaltung und die Förderung der Bereitschaft zu ausdauerndem Lernen
 
1. Das Analysieren von sprachlichen Äußerungen

Wir wollen die Regeln entdecken, die es möglich machen, dass wir uns durch aneinandergereihte Laute einem anderen Menschen mitteilen.  
 
Das verdeutlichen drei Beispiele aus dem Deutschen: Er lacht ist eine andere Information als er lacht-e. Durch das Anfügen eines Signals, hier – e, haben wir die Zeitstufe verändert. Auto und Auto-s ist nicht dasselbe. Offenbar ist das –s ein Signal für Mehrzahl. Ob der Hund den Briefträger beißt oder den Hund der Briefträger: kleine Signale machen den Unterschied zwischen Täter und Opfer aus.
 
Der Lateinunterricht ist der Ort, an dem über das Funktionieren von Sprache nachgedacht wird, und an dem wir unsere Sprache mit einer anderen vergleichen.
 
2. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit einer uns in vielen Dingen fremden
gesellschaftlichen Realität

An den Texten, die wir uns so erarbeiten, lernen wir eine andere Gesellschaft und Zeit kennen. Wenn in Latein "heiraten" heißt "in matrimonium ducere" kann man daran sehr gut Betrachtungen über Rollenverständnis in unserer Gesellschaft anknüpfen.
 
Wenn richtiges Verhalten in Rom einfach "virtus", also "Mann-sein" genannt wird, fragen wir uns: wann ist der Mann ein Mann?
 
Wir lernen über das Leben reicher und armer Leute, von Gladiatoren, Bauern, Sklaven, Soldaten, Beamten, Dichtern und Schurken. Obwohl die Vorstellungen über Religion oder Naturwissenschaften zwischen Antike und Moderne stark auseinanderliegen, erstaunt es doch, wie völlig gleich sich Liebeskummer oder politischer Ehrgeiz vor 2000 Jahren und heute ausdrücken.
 
Lateinunterricht verhilft zu Einblicken in die Geschichte, zur Diskussion über Wertvorstellungen und lässt die Abhängigkeit unserer Kultur von ihren Wurzeln verstehen.


3. Das Einüben einer selbstgesteuerten, aktiven Arbeitshaltung und die
Förderung der Bereitschaft zu ausdauerndem Lernen

Latein verlangt – wie auch Französisch - ein hohes Maß an Einsatz, memorierendem Lernen und selbstorganisiertem Bearbeiten von Aufgaben. Es wird Genauigkeit beim Hinsehen verlangt (lache oder lachte) und beim Übersetzen ins Deutsche wird auch Wert auf korrekten Ausdruck in der
Muttersprache gelegt.
Früher sagte man: formale Bildung.
Das ist unser drittes Anliegen: Arbeitshaltung entwickeln, Selbstdisziplin fördern, Fleiß und Einsatzbereitschaft trainieren.
Dafür liefert der Lateinunterricht auch das intellektuelle Vergnügen, eine anspruchsvolle Aufgabe gelöst, einen zunächst unverständlich scheinenden Text verstanden und eine Struktur analysiert zu haben. Etwas zu begreifen – das macht Freude.


Latinum

Wird Latein über die Sekundarstufe I hinaus noch ein weiteres Jahr mit Erfolg belegt, erwerben Schülerinnen und Schüler das Latinum.
Informationen hierzu finden Sie auf dieser Seite des Schulministeriums.

 

Unterricht

Die zentrale Unterrichtssprache ist Deutsch. Im Lateinunterricht sprechen wir ÜBER die Sprache anstatt IN einer Fremdsprache.
 
Die Arbeitsformen umfassen Gruppenarbeit, Einzelarbeit und Projektarbeit. Vorträge werden gehalten, Berichte verfasst und Übersetzungen angefertigt. In Lerndokumentationen halten Schülerinnen und Schüler den Lernprozess fest.
Grammatikübungen, Vokabeltests und Arbeiten helfen den Lernstand zu diagnostizieren und individuelle Förderempfehlungen weisen Wege zur Sicherung des Gelernten.

 
Lehrwerk

 In den Klassenstufen 6 bis 9 arbeiten wir kompetenzorientiert mit dem Lehrwerk "prima.nova“. Filme und zusätzliches Anschauungsmaterial ergänzen dieses Lehrwerk.   
 

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